Ingrid Kreidenweis

Kunst muss Freude machen


 

Laudatio von Dr. Uwe Quade

bei der Vernissage von Ingrid Kreidenweis

in der Spielbank in Bad Füssing 5.12.2014

 

Verehrte Damen und Herren, liebe Gäste und Kunstliebhaber:

Wer ist Ingrid Kreidenweis?

Ich habe heute die ehrenvolle Aufgabe Ihnen verehrtes Publikum eine Künstlerin vorzustellen, deren Profil man mit einem Wort beschreiben kann:

Ingrid Kreidenweis ist ein Naturtalent

Sie liebt das Spiel der Formen und Farben nicht nur im 2- sondern auch im 3-dimensionalen Raum. Also alles was die bildende Kunst eben bietet. Was das konkret bedeutet werde ich nachher noch erzählen. Verknüpft ist ihre Begabung mit einem natürlichen und  freundlichen Wesen, das Sie heute im Gespräch mit Ihr persönlich erfahren können.

Aber auch wenn man eine solche glückliche Begabung hat, muss man sie erst entdecken und entwickeln. Die Entwicklung mag schneller gehen als bei anderen und die Erarbeitung der Kunst-Techniken mag vielleicht insofern einfacher sein, da man mit mehr Hingabe und Liebe zum Metier arbeitet und den damit verbundenen Stress nicht als solchen empfindet, aber an sich arbeiten muss man immer.  Eine ausgeprägte Experimentierlust ist meist damit verbunden insbesondere in den ersten Jahren, da man sich ja in ein Abenteuer namens Kunst stürzt. So ist es auch bei Ingrid Kreidenweis. Sie gibt heute hier nur einen begrenzten Einblick in Ihr vielfältiges Schaffensspektrum.

Das ungeheuer spannende an der Erschaffung von Kunstwerken ist die Tatsache, dass es eine Reise in ein unbekanntes Land ist, dessen Ausgang durchaus ungewiss sein kann. Auch ist es nicht ein Weg - es  gibt auch mehrere Wege oder Irrwege – Es ist auch ein Weg  der nicht immer nur bergauf geht. Es gibt Höhen und Tiefen. Es ist eine Gratwanderung, bei der man auch abstürzen kann. Aber wenn man dann auf dem Gipfel angekommen ist und das Werk gelungen ist, so erhält man als Belohnung ein ungeahntes Glücksgefühl, wie es eben ein Bergsteiger empfindet, der nach vielen Mühen und einem langen Weg den tollen Ausblick vom Gipfel genießt.

Lassen sie mich kurz den Lebensweg und die künstlerische Entwicklung  von Ingrid Kreidenweis nachzeichnen .

 

Geboren wurde sie in Dietfurt in der Oberpfalz. Seit 1982 lebt sie in Geisenfeld in der Hallertau.
- Bereits als Kind beschäftigte sie sich mit der Malerei.

- Während ihrer Schulzeit an der Gnadenthal-Realschule in Ingolstadt besuchte sie schon damals erfolgreich viele Malwettbewerbe.
 

Seit 1990 erfolgt die Auseinandersetzung mit Öl- und Acrylmalerei.

Die Liebe zum Experimentieren hat Sie dazu gebracht sich vieles autodidaktisch anzueignen unterstützend hat sie immer wieder  Kurse und Seminare besucht.

So z.B.1988 bei Herrn Schneider den Grundkurs in plastischem Zeichnen. Später besuchte sie verschiedene Kurse in Öl- und Acrylmalerei unter anderem bei Hermann Schneider, Walter Oberhofer und Nelly Weissenberger. Bei der Münchener Künstlerin Nelly Weissenberger erlernte sie in verschiedenen   Malkursen auch das Anrühren der Acrylfarben aus  Pigmenten. Die Vorbehandlung der Leinwand mit verschiedenen Materialien (Anmerkung: Dem wird häufig zu wenig Beachtung geschenkt).

Parallel dazu widmete sie sich seit 1990 auch der Keramik. Damals überredete sie Herr Schneider einen Töpferkurs zu besuchen. Aus der anfänglichen Skepsis zu dem kalten, klebrigen Material wurde bald eine ungeahnte Leidenschaft, die sie veranlasste Büsten, Drachen und Gartenskulpturen aller Art zu erschaffen. Ihre Liebe zur Natur kommt in den Darstellungen von Tieren besonders zum Tragen.

Die Kunst steht seither bei ihr unter dem Motto: Sie muss ­­­­­­­allen  Freude machen - demjenigen der sie ausübt und dem der sie erwirbt.   Zu den bekanntesten Fans z.B. ihrer Keramik-Schmusekätzchen zählt die Grand-Prix Gewinnerin Katja Ebstein.                              

 Seit einigen Jahren Zeit widmet sie sich mit besonderer Leidenschaft dem  Aquarellmalen. Diese Art der Malerei zeichnet sich durch eine Duftigkeit und Leichtigkeit aus, die durch keine andere Malerei zu übertreffen ist, sagt sie. In dieser Technik ist es Ingrid Kreidenweis gelungen nahezu jedes Metier darzustellen, gleichgültig ob es Menschen, Tiere, Pflanzen Landschaften oder technische Errungenschaften sind, wie zum Beispiel antike Uhren oder Oldtimerautos. Besonders deutlich wird diese Fähigkeit auch bei Ihren letzten Bildern, die sich mit dem Spielbankmilieu auseinandersetzen.

Generell gesehen möchte sie mit ihrer Malerei die Betrachter sensibler machen für die Schönheiten der Natur oder einfach nur für die Dinge des alltäglichen Lebens.

Seit  1995 arbeitet sie an der VHS als Dozentin für Keramikkurse .

Im Kunstkreis "Spektrum" in Geisenfeld ist sie seit 1997 Mitglied und von 2002 bis 2013 also 11 Jahre war sie sogar  1. Vorsitzende des Vereins. Auf der Internetseite des Vereins unter  www.kunstkreis.de  können Sie noch mehr über Ingrid Kreidenweis oder über den Kunstkreis erfahren.

 

 

Das vorläufig letzte Glied in der Kette von Fortentwicklungen von Ingrid Kreidenweis bildet die RAKU-Brand-Technik. Diese aus Japan stammende Ton-Technik zeichnet sich durch ungewöhnliche Farben und Muster in den Keramikgegenständen aus. Neulich hat mir ein Künstler, der seit 30 Jahren die RAKU-Technik betreibt, eine wunderschöne Vase verkauft mit der Bemerkung: Sie halten die hunderdste Vase dieser Art in Händen und die erste die wirklich gelungen und nicht zerbrochen ist und zu Ingrid Kreidenweis gewandt hat er gesagt: „Es ist ein steiniger Weg, den Sie da beschreiten“. Warum und was ist so schwierig an dieser Technik? Der Grund liegt darin dass man die Balance finden muss zwischen Zufall und Erfolg. Ich nenne es den kontrollierten Zufall. Es ist ein Weg ins Unbekannte. Um Erfolg zu haben braucht man nicht nur Ausdauer, eine reichhaltige Erfahrungswelt und seinen ganzen Verstand, sondern auch Phantasie, Wagemut, Kreativität und Einfallsreichtum. Dieses Prinzip gilt allgemein für alle Menschen, die sich ins Unbekannte vorwagen. Es gilt für Künstler, Wissenschaftler,  Astronauten, auch für Spieler.

 

Bei den Stationen Ihrer Ausstellungen ist die Künstlerin den klassischen Weg gegangen. Begonnen hat Sie mit zahlreichen, lokalen Gruppenaustellungen,  Einzelausstellungen in der Umgebung kamen dann dazu. Heute wagt Sie bereits  nationale, aber auch internationale Ausstellungen.

Lokale Ausstellungen:

In Ingolstadt - im Arahotel und im Klenzepark.
In München - bei der Allianzversicherung
In Pfaffenhofen - bei Christus und Kunst,  so wie bei der  jährlichen Ausstellung "Holledauer Künstler“ in der städtischen Galerie.
In Petershausen in der Mehrzweckhalle
In Wolnzach - im Rathauskeller

In Geisenfeld: im Rathaus, der Sparkasse, im Café Maximilians, sowie bei den "Ainauer Kunsttagen", die jedes Jahr bei ihr auf dem Hofer Anwesen stattfinden.

2007 in Kochel in der Galerie art+ ; und im September im Kreuzgang des Klosters Benediktbeuern (grandiose Kulisse!!).

Nationale und internationale Ausstellungen:

Erste internationale Ausstellung in Genf: im September 2008 Kunstmesse „ART CONTEMPORAIN

in Vaduz: 1. bis 3. Oktober 2008 nahm sie an der Kunstmesse „Kunst ohne Grenzen“ teil.

          Baden-Baden: 2011 einige Ausstellungen in der Galerie „ Der kleine Prinz“

Hier erfolgt kurz die Besprechung der Bilder der Ausstellung:

Überwiegende Anzahl von Aquarellbildern und großformatige Acrylbilder z. Teil mit eingearbeiteter Keramik.

Schließen möchte ich mit einem Zitat aus Stefan Kleins Buch „Alles Zufall“:

Einen Zufall in einen Glücksfall zu verwandeln

erfordert Aufmerksamkeit (und Konzentration),

denn Glück zu haben heißt Gelegenheiten zu erkennen

und wahrzunehmen.

Dieser Satz gilt nicht nur für Künstler , sondern für alle Menschen die sich auf die Reise ins Unbekannte, Unerforschte begeben. Er gilt auch für die Besucher der Spielbank, die hier ihr Glück suchen. Also lassen Sie sich diesen Rat mit auf ihren zukünftigen Weg geben. In diesem Sinne bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit.

Uwe Quade

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